Ethereum-Wale verkaufen Millionen – Kurs testet 1.500-Dollar-Marke
Alte Wallets bewegen massiv Ether, während die Profitabilität von Großinvestoren erstmals seit 2019 ins Minus rutscht.
Langjährige Ethereum-Investoren haben erstmals seit acht Jahren wieder zehntausende Coins bewegt und teilweise verkauft. Die massiven Transaktionen fallen mit einem kritischen Markttest zusammen, während der Kurs der zweitgrößten Kryptowährung die wichtige Unterstützung bei 1.500 US-Dollar ansteuert.
Alte Wallets erwachen aus dem Dornröschenschlaf
Nach jahrelanger Inaktivität verzeichnen Blockchain-Analysten wieder Bewegung bei sehr alten Adressen. Laut Daten von Lookonchain wurden rund 37.800 ETH aus Wallets transferiert, die seit knapp acht Jahren unangetastet blieben.
Die Besitzer hatten mehrere Bullenmärkte ausgesessen und nun 33.623 Token für etwa 52,5 Millionen US-Dollar veräußert. Der realisierte Gewinn dieser Investoren beläuft sich auf rund 27,4 Millionen US-Dollar.
Gemischte Signale bei Großinvestoren
Während einige Alt-Investoren Kasse machen, nutzen andere den aktuellen Preisrutsch für Neueinstiege. Ein Großinvestor tauschte kürzlich 464 Bitcoin im Wert von 27,6 Millionen US-Dollar gezielt gegen Ether ein.
Auch institutionelle Akteure zeigen weiterhin Präsenz am Krypto-Markt. Der Vermögensverwalter BlackRock transferierte knapp 42.000 ETH sowie 4.577 BTC zu Coinbase Prime, was branchenüblich auf interne Verwahrungsstrukturen hindeutet.
Historischer Test für die Smart-Contract-Plattform
Die aktuelle Marktlage setzt Großhalter derzeit massiv unter Druck. Laut aktuellen Analysen verzeichnen sämtliche Wal-Kohorten mit Beständen zwischen 1.000 und über 100.000 Token momentan nicht realisierte Verluste.
Ein solches Szenario gab es marktweit zuletzt im Jahr 2019. Historisch betrachtet fielen derartige Stresstests für Großinvestoren jedoch oft mit einer langfristigen Bodenbildung zusammen.
Kurzfristig richten Krypto-Händler ihren Fokus nun auf die Marke von 1.500 US-Dollar. Diese gilt als entscheidende Unterstützungslinie, um den übergeordneten Aufwärtstrend nicht zu gefährden.


