Ethereum verdreifacht Kapazität: Glamsterdam-Upgrade drückt Gebühren
Mit dem Glamsterdam-Upgrade steht Ethereum vor einer Verdreifachung seiner L1-Netzwerkkapazität auf 200 Millionen Gas.
Die Ethereum-Entwickler treiben das kommende Glamsterdam-Upgrade voran, welches die Kapazität der Blockchain massiv erweitern soll. Durch eine Anhebung des sogenannten Gas-Limits auf knapp 200 Millionen wird die Ausführungskapazität der Layer-1-Ebene um mehr als das Dreifache steigen. Das Vorhaben wurde kürzlich von über 100 Kernentwicklern auf einem Treffen auf Spitzbergen beschlossen.
Niedrige Gebühren für die Smart-Contract-Plattform
Aktuell liegt das Gas-Limit von Ethereum bei 60 Millionen. Der geplante Sprung auf rund 200 Millionen nach der Glamsterdam-Hard-Fork markiert einen bedeutenden Meilenstein für die zweitgrößte Kryptowährung.
Laut Hasu, einem Berater des Protokolls Lido, könnte diese Skalierung weitreichende Folgen für die Nutzer haben. Sofern die Netzwerknachfrage nicht im gleichen Maße sprunghaft ansteigt, dürften die Transaktionsgebühren im Mainnet für die nächsten Jahre nahe null bleiben.
Technische Details zu EIP-8037
Die Erhöhung des Gas-Limits ist jedoch an technische Herausforderungen geknüpft. Um ein unkontrolliertes Wachstum der Netzwerkdaten zu verhindern, beinhaltet das Upgrade spezifische Preisanpassungen für bestimmte Rechenoperationen.
Im Zentrum der technischen Umsetzung steht hierbei das EIP-8037. Dieser Vorschlag hebt die Kosten für die Erstellung neuer Datenstrukturen an, wodurch das ETH-Netzwerk trotz eines höheren Durchsatzes vor Überlastung und Ineffizienz geschützt wird.
Die Entwickler arbeiten parallel bereits an weiteren Ausbaustufen. In naher Zukunft wird sogar eine nochmalige Verdopplung der Kernkapazität angestrebt, um die Infrastruktur langfristig für eine globale Adaption zu rüsten.


