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Ethereum: Quantenschutz für Nutzerkonten kostet nur sieben Cent

Ein neuer Vorschlag der Ethereum Foundation soll Krypto-Wallets für wenige Cent gegen künftige Quantencomputer absichern.

14. Juni 2026 · 14:11 · 2 Min. Lesezeit
Symbolbild einer Ethereum-Münze vor einem futuristischen Quantencomputer-Hintergrund

Die Ethereum Foundation hat einen neuen Ansatz vorgestellt, um Nutzerkonten für nur sieben US-Cent gegen zukünftige Quantencomputer abzusichern. Der Vorschlag von Projektleiter Nicolas Consigny kommt ohne komplexe Netzwerk-Upgrades aus und soll die Smart-Contract-Plattform frühzeitig vor kryptografischen Bedrohungen schützen.

SPHINCS- bringt günstigen Schutz ohne Hard Fork

Der sogenannte SPHINCS-Vorschlag basiert auf einem Post-Quanten-Signaturstandard, der ursprünglich vom US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) entwickelt wurde. Nicolas Consigny, Leiter des Kohaku-Projekts der Ethereum Foundation, erklärte, dass diese Anpassung die Verifizierungskosten auf der Blockchain massiv senkt.

Ein entscheidender Vorteil der Methode ist, dass sie keine tiefgreifenden Protokolländerungen oder einen Hard Fork benötigt. Entwickler können das Update direkt implementieren.

Vielmehr dient SPHINCS- als Brückentechnologie zu einem zukünftigen System namens leanSPHINCS. Dieses soll die Transaktionskosten durch Datenaggregation künftig noch weiter reduzieren.

Quantencomputer bedrohen auch Bitcoin

Die Notwendigkeit solcher Sicherheitsupgrades wird durch jüngste Durchbrüche in der Quantenforschung unterstrichen. Im April gelang es einem Forscher, einen einfachen 15-Bit-Schlüssel mithilfe eines Quantencomputers erfolgreich zu knacken.

Obwohl die kryptografischen Schlüssel der größten Kryptowährung mit 256 Bit deutlich länger und sicherer sind, wächst die Sorge vor dem sogenannten Shor-Algorithmus. Laut Daten des Analyseunternehmens Glassnode gelten derzeit rund 1,92 Millionen Bitcoin als strukturell unsicher gegenüber zukünftigen Quantenangriffen.

Weitere 4,12 Millionen BTC sind aufgrund der bisherigen Adressverwaltung potenziell gefährdet. Dennoch bleiben laut den Analysten knapp 70 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots vorerst sicher vor dieser technologischen Bedrohung.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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