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Ethereum plant mit Glamsterdam das größte Blockchain-Upgrade 2026

Große Blockchain-Netzwerke wie Ethereum und Solana rücken 2026 Skalierbarkeit und Infrastruktur in den Fokus.

2. Juli 2026 · 13:36 · 2 Min. Lesezeit
Abstrakte Darstellung eines leuchtenden Blockchain-Netzwerks mit einem 3D-Ethereum-Logo im Zentrum

Ethereum, Solana und weitere große Netzwerke bereiten für die zweite Jahreshälfte 2026 umfangreiche Protokoll-Upgrades vor. Während Investoren oft auf die Kursentwicklung blicken, verlagert sich der Fokus der Kernentwickler zunehmend auf Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und institutionelle Infrastruktur.

Fokus auf Technologie statt Kurs-Charts

Neben der zweitgrößten Kryptowährung planen auch Solana und Avalanche in diesem Jahr tiefgreifende technische Neuerungen. Das Base-Netzwerk von Coinbase hat mit dem Beryl-Hard-Fork bereits eine Verschlankung der Architektur sowie kürzere Auszahlungsfenster eingeleitet.

Die Entwicklung bei Bitcoin stagniert hingegen aktuell. Laut Marktbeobachtern bremsen anhaltende Diskussionen über Post-Quanten-Sicherheit und umstrittene Covenant-Vorschläge den technischen Fortschritt beim digitalen Gold.

Ethereum-Upgrade Glamsterdam im Fokus

Das weitreichendste Update des Jahres dürfte jedoch im Ethereum-Ökosystem stattfinden. Das unter dem Namen Glamsterdam bekannte Upgrade wird bereits in Testnetzwerken erprobt und soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf dem Mainnet an den Start gehen.

Ziel des Updates ist eine verbesserte Skalierbarkeit sowie eine strukturelle Stärkung der Layer-1-Infrastruktur. Durch eine schnellere parallele Transaktionsverarbeitung und höhere Datenkapazität will die Smart-Contract-Plattform die Basis für Tokenisierungen und großflächige Stablecoin-Abwicklungen optimieren.

Kampf gegen Zentralisierung und MEV-Risiken

Für Branchenexperten markiert Glamsterdam das wichtigste Ethereum-Update seit dem Wechsel auf den Proof-of-Stake-Konsens im Jahr 2022. Ein zentraler Bestandteil der Neuerungen ist die sogenannte Enshrined Proposer-Builder Separation (ePBS).

Bisher verlassen sich viele Validatoren auf eine kleine Gruppe spezialisierter Akteure, was die Kontrolle über die Transaktionsreihenfolge stark zentralisiert. Dies erhöht das Risiko von Zensur und unfairem Maximal Extrahierbarem Wert (MEV) für die Endnutzer.

Die ePBS-Integration soll diesen Prozess nun wieder tiefer in das Kernprotokoll einbinden und die Blockbildung transparenter gestalten. Vollständig gelöst werden die MEV-Probleme dadurch laut Blockchain-Analysten zwar nicht, das Upgrade stellt jedoch einen kritischen Schritt hin zu einem sichereren Netzwerk dar.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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