Ethereum-Kurs steigt dank Tokenisierung – fällt die 1.800-Dollar-Marke?
Ein wachsender Tokenisierungs-Markt treibt den Ethereum-Kurs an, doch schwache Onchain-Daten bremsen die Rallye.
Der Ethereum-Kurs verzeichnete kürzlich einen Anstieg um drei Prozent und übertraf damit den breiten Kryptomarkt. Angetrieben wird diese Entwicklung durch den wachsenden Trend zur Tokenisierung von Vermögenswerten und den Start der neuen Robinhood Chain. Trotz dieses positiven Momentums scheiterte die zweitgrößte Kryptowährung jedoch vorerst an der wichtigen Widerstandsmarke von 1.800 US-Dollar.
RWA-Boom und Robinhood beflügeln den Kurs
Ethereum dominiert den Markt für sogenannte Real-World Assets (RWA) mit einem starken Marktanteil von 47 Prozent. Dies festigt die Position der Smart-Contract-Plattform im institutionellen Anlage-Sektor erheblich.
Zusätzlichen Rückenwind liefert die erfolgreich gestartete Robinhood Chain. Das neue Layer-2-Netzwerk nutzt ETH als natives Gas-Token und verzeichnete bereits Einlagen in Höhe von 106 Millionen US-Dollar.
Analysten sehen Unterbewertung von Ether
Ein bemerkenswertes Signal liefert der Blick auf das im Netzwerk gebundene Kapital. Laut Leon Waidmann, Forschungsleiter bei Lisk, überstieg der Total Value Locked (TVL) mit 260 Milliarden US-Dollar erstmals die eigene Marktkapitalisierung von 210 Milliarden US-Dollar.
Diese historische Verzerrung der fundamentalen Metriken könnte laut dem Experten darauf hindeuten, dass der führende Altcoin aktuell am Markt unterbewertet ist.
Schwache Onchain-Daten warnen vor Rücksetzer
Trotz der positiven institutionellen Entwicklungen dämpfen schwache Onchain-Daten den Bullen-Optimismus. Der wöchentliche Umsatz dezentraler Anwendungen (DApps) im Netzwerk fiel zuletzt auf 11 Millionen US-Dollar ab.
Gleichzeitig sanken die aktiven Adressen laut Daten von DefiLlama auf 3,2 Millionen. Gepaart mit einer gefallenen Finanzierungsrate am Derivatemarkt droht nun ein möglicher Kursrücksetzer auf das Unterstützungsniveau von 1.700 US-Dollar.


