Ethereum-Kurs erholt sich um 22 Prozent – Wale investieren 950 Millionen
Ein Kursplus bei Ethereum und massive Zuflüsse bei Spot-ETFs schüren die Hoffnungen auf eine Trendwende am Kryptomarkt.
Der Ethereum-Kurs hat sich seit seinem Tiefpunkt im Juni um 22 Prozent erholt und eine wichtige charttechnische Marke zurückerobert. Gleichzeitig verzeichnen die ETH-Anlageprodukte erstmals seit Wochen wieder frische Kapitalzuflüsse.
Spot-ETFs verzeichnen wieder Netto-Zuflüsse
Am 15. Juni flossen rund 22,50 Millionen US-Dollar in Ethereum-Spot-ETFs. Damit endete eine lange Phase anhaltender Kapitalabflüsse, die den Markt zwischen Mitte Mai und Mitte Juni belastete.
Diese Entwicklung korreliert mit dem Überschreiten des monatlichen VWAP (Volume-Weighted Average Price) durch die zweitgrößte Kryptowährung am 14. Juni. Historisch betrachtet folgte auf das Durchbrechen dieser volumengewichteten Durchschnittslinie häufig eine Phase verstärkten institutionellen Interesses.
Derzeit belaufen sich die gesamten Nettovermögenswerte der Fonds auf etwa 10,04 Milliarden US-Dollar. Die Rückkehr der Zuflüsse spiegelt Muster wider, die bereits nach ähnlichen Marktbewegungen im April und Mai zu beobachten waren.
Großinvestoren akkumulieren im Hintergrund
Während der jüngsten Konsolidierungsphase zeigten sich sogenannte Wale äußerst kauffreudig. Laut Daten des Analyseunternehmens Santiment stockten Großinvestoren ihre Bestände innerhalb einer Woche massiv auf.
Insgesamt stiegen die Guthaben dieser Adressen von 124,85 Millionen auf rund 125,4 Millionen ETH. Dieser Zuwachs entspricht einem Gegenwert von knapp 950 Millionen US-Dollar.
Anleger verlagern Bestände in Cold Storage
Gleichzeitig deuten die On-Chain-Daten auf eine deutliche Abnahme des Verkaufsdrucks hin. Seit Anfang Juni verzeichnen die Kryptobörsen wieder Netto-Abflüsse bei der Smart-Contract-Plattform.
Dies spricht dafür, dass Investoren ihre Bestände zunehmend von den Handelsplätzen abziehen, um sie langfristig zu verwahren. Ein solches Verhalten wird am Markt oft als Zeichen einer fortgeschrittenen Verkäufererschöpfung gedeutet.
Obwohl diese Metriken auf eine fundamentale Bodenbildung hindeuten, bleibt ein gewisses Restrisiko. Eine steigende Hebelwirkung im Markt wirft die Frage auf, ob es sich um eine nachhaltige Trendwende oder lediglich um eine Erholung innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends handelt.


