Bitcoin-Prognose gesenkt: Citi warnt vor KI, XRP hält 1 US-Dollar
Die US-Bank Citi senkt ihr Bitcoin-Kursziel wegen des KI-Booms drastisch, während XRP wichtige Chartmarken verteidigt.
Die US-Großbank Citi hat ihr Bitcoin-Kursziel auf Jahressicht drastisch um 27 Prozent gesenkt. Diese Anpassung markiert einen spürbaren Stimmungswechsel am Krypto-Markt zum Start in das dritte Quartal.
Als Hauptgrund für die pessimistischere Einschätzung nennt das Finanzinstitut eine anhaltende Kapitalrotation. Demnach ziehen Investoren derzeit Gelder aus Anlageprodukten wie Krypto-ETFs ab, um diese in den boomenden Sektor der Künstlichen Intelligenz (KI) umzuschichten.
Bitcoin unter Druck: Das neue Kursziel der Citi
Konkret reduzierte die Bank ihre Zwölf-Monats-Prognose für die größte Kryptowährung von ursprünglich 112.000 auf nun 82.000 US-Dollar. Aktuell kämpft das digitale Gold mit wichtigen Chartmarken und notiert nach dem schwächsten Monat seit einem Jahr nahe der Marke von 58.500 US-Dollar.
Der Preisbereich zwischen 53.000 und 58.000 US-Dollar gilt nun als entscheidende Zone für den weiteren Verlauf. Sollte diese Unterstützung brechen, rückt laut den Analysten ein zunehmend bärisches Szenario bei 53.000 US-Dollar in den Fokus.
XRP zeigt Stärke an der 1-Dollar-Marke
Während BTC schwächelt, zeigt sich XRP punktuell widerstandsfähig. Der Token konnte zum Quartalsabschluss die psychologisch enorm wichtige Marke von 1,00 US-Dollar erfolgreich gegen Verkäufer verteidigen.
Käufer hielten den Coin über dieser Schlüsselunterstützung, was zu einem Abpraller am 3-Monats-EMA-23 führte. Durch diese Preisaktion bleibt die übergeordnete bullische Marktstruktur für das Asset vorerst intakt.
Shiba Inu: Massive Abflüsse von Krypto-Börsen
Auch bei der Meme-Währung Shiba Inu (SHIB) kam es zum Quartalswechsel zu signifikanten On-Chain-Bewegungen. Investoren zogen in einer konzertierten Aktion rund 2,6 Billionen Token von zentralisierten Handelsplätzen wie Binance und Kraken ab.
Dieser massive Abfluss folgt auf das historisch schlechteste zweite Quartal des Coins, das mit einem Minus von knapp 30 Prozent endete. Durch den Transfer der Bestände auf Cold Wallets wird das liquide Börsenangebot verknappt, was den Verkaufsdruck im traditionell starken Juli deutlich mindern könnte.
Defensiver Start in das neue Quartal
Insgesamt präsentiert sich der breite Krypto-Markt zu Beginn des Monats äußerst defensiv. Anhaltende Kapitalabflüsse und eine straffere Erwartungshaltung an die Zinspolitik der US-Notenbank Fed belasten die allgemeine Stimmung.
Zudem sorgen ins Stocken geratene Krypto-Gesetze in den USA sowie eine saisonal bedingt geringe Liquidität für Unsicherheit. Marktteilnehmer bleiben dadurch weiterhin anfällig für plötzliche und volatile Kursausschläge.


