Bitcoin-Optionshändler sichern sich massiv gegen Kursverluste ab
Wegen anhaltender Marktunsicherheiten setzen Bitcoin-Optionshändler laut einer Analyse verstärkt auf Verlustabsicherungen.
Am Krypto-Optionsmarkt sichern sich Investoren derzeit massiv gegen mögliche Kursrückgänge bei Bitcoin ab. Eine aktuelle Analyse von Anchorage Digital zeigt eine stark erhöhte Nachfrage nach sogenannten Put-Optionen, da makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten die Marktstimmung trüben.
Hohe Nachfrage nach Put-Optionen
Laut David Lawant, Forschungsleiter bei Anchorage Digital, sind sowohl Krypto-native als auch institutionelle ETF-Anleger extrem defensiv positioniert. Die Daten aus den Märkten der Krypto-Börse Deribit und BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) belegen diese Entwicklung deutlich.
Händler zahlen demnach aktuell hohe Prämien für den Schutz vor Verlusten, anstatt auf weitere Kursgewinne zu spekulieren. Bei IBIT liegt diese defensive Ausrichtung im 82. Perzentil der bisherigen Historie, bei Deribit sogar im 84. Perzentil der letzten fünf Jahre.
Ungewöhnliche Volatilität beim digitalen Gold
Zusätzlich verzeichnet die größte Kryptowährung eine ungewöhnliche Umkehr der impliziten Volatilität. Die erwarteten kurzfristigen Schwankungen auf Wochensicht überstiegen zuletzt häufig die Prognosen für den gesamten kommenden Monat.
Dieser Zustand ist historisch betrachtet selten und meist nur von kurzer Dauer. Die Analysten führen dieses Phänomen auf eine Häufung von externen Risikofaktoren zurück, die den kurzfristigen Fokus der Händler binden.
Keine Panik am Aktienmarkt
Trotz der defensiven Haltung der Anleger preist der Markt derzeit kein extremes Krisenszenario ein. Dies zeigt sich auch bei aktienbasierten Bitcoin-Investments wie dem Wertpapier mit dem Ticker MSTR.
Obwohl die Papiere des Unternehmens zuletzt unter Druck gerieten, deuten die Optionsdaten nicht auf einen massiven Ausverkauf hin. Die Händler bleiben zwar vorsichtig, agieren aber weit unter den Stressniveaus früherer Marktkorrekturen.

