Bitcoin gibt nach: Fed-Zinspolitik bremst Erholung trotz US-Iran-Deal
Eine restriktive Haltung der US-Notenbank stoppt die Bitcoin-Erholung nach dem historischen US-Iran-Abkommen.
Die größte Kryptowährung hat ihre anfängliche Erholung nach dem historischen US-Iran-Friedensabkommen wieder eingebüßt. Der Bitcoin-Kurs fiel in den letzten 24 Stunden um 2,1 Prozent auf rund 64.339 US-Dollar. Ursache für den plötzlichen Rücksetzer ist eine unerwartet restriktive Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed), die makroökonomischen Druck auf die Finanzmärkte ausübt.
US-Iran-Deal sorgt nur für kurzen Krypto-Aufschwung
Der von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Friedensvertrag mit dem Iran sorgte zunächst für Optimismus an den Märkten. Das digitale Gold kletterte in einer ersten Reaktion auf bis zu 66.315 US-Dollar.
Doch die Freude der Anleger war von kurzer Dauer. Die geopolitische Entspannung wurde rasch von geldpolitischen Sorgen verdrängt, woraufhin Risikoanlagen weltweit nachgaben.
Fed-Zinsentscheid bremst das digitale Gold
Unter der Leitung des Notenbankchefs Kevin Warsh hielt die Federal Reserve den Leitzins zwar stabil bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Gleichzeitig strich die Behörde jedoch Hinweise auf künftige Zinssenkungen aus ihrem Statement.
Bemerkenswert ist dabei der Ausblick: Die Hälfte der FOMC-Mitglieder rechnet nun sogar mit einer möglichen Zinserhöhung im Jahr 2026. Angesichts einer hartnäckigen Inflation von rund 4,2 Prozent schlägt die Zentralbank überraschend falkenhafte Töne an.
Makroökonomie dominiert den Bitcoin-Kurs
Die restriktive Haltung der Fed traf nicht nur den Kryptomarkt, sondern drückte auch traditionelle Aktienindizes wie den S&P 500 deutlich ins Minus. Zugleich stiegen die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen an.
Für die Leitkryptowährung zeigt sich einmal mehr die starke Abhängigkeit von makroökonomischen Faktoren. Während politische Erfolge die Stimmung kurzfristig heben können, bestimmt die Geldpolitik weiterhin den mittelfristigen Trend von BTC.


