Bitcoin extrem unterbewertet: Bitwise warnt vor Liquiditätsengpass
Bitwise-Analysten sehen Bitcoin historisch unterbewertet, doch Mega-IPOs und die US-Notenbank drosseln den Kapitalfluss.
Bitcoin befindet sich laut aktuellen Analysen von Bitwise Investments in einer historischen Kaufzone. Dennoch könnten restriktive Signale der US-Notenbank (Fed) sowie eine wachsende Konkurrenz durch anstehende Mega-Börsengänge den Markt belasten und frisches Kapital fernhalten.
Historische Unterbewertung im Vergleich zu KI-Aktien
Die Bewertungskennzahlen der größten Kryptowährung deuten derzeit auf einen massiven Abschlag hin. Die Analysten von Bitwise stützen sich dabei auf das sogenannte Mayer-Multiple, welches den aktuellen Preis in Relation zum 200-Tage-Durchschnitt setzt.
Dieser Indikator ist kürzlich unter den Wert von 1,0 gefallen. In der Vergangenheit fiel dieses Niveau wiederholt mit langfristigen Akkumulationsphasen zusammen.
Besonders deutlich wird dieser Kontrast im Vergleich zum traditionellen Aktienmarkt. Während das digitale Gold als stark unterbewertet gilt, werden Aktien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz, wie etwa Nvidia, mit erheblichen Aufschlägen gehandelt.
Liquiditätsengpass durch Mega-Börsengänge
Trotz der attraktiven Einstiegspreise bleibt die Investorenbeteiligung am Kryptomarkt derzeit verhalten. Ein Hauptgrund dafür ist die zunehmende Konkurrenz um Anlagegelder.
Bitwise verweist auf eine wachsende Liste bevorstehender Großplatzierungen von Unternehmen wie SpaceX, Anthropic und OpenAI. Diese Kapitalmaßnahmen könnten laut Schätzungen mehr als 200 Milliarden US-Dollar an Investorengeldern binden.
Solche Mega-IPOs absorbieren in der Regel massiv Liquidität, die andernfalls in spekulativere Anlageklassen wie Kryptowährungen fließen könnte.
Frisches Kapital bleibt vorerst aus
Diese Zurückhaltung spiegelt sich auch in den On-Chain-Daten wider. Die Metrik zur Messung des realisierten Kapitalwachstums von CryptoQuant befindet sich bereits seit Monaten in einer Bärenphase.
Die sinkenden gleitenden Durchschnitte dieses Indikators deuten auf eine stetige Verlangsamung des neuen Kapitalzuflusses in das BTC-Netzwerk hin. Investoren agieren in dem aktuellen Marktumfeld äußerst vorsichtig.
Erschwerend kommt die Zinspolitik der Federal Reserve hinzu. Die Beibehaltung der Leitzinsen auf einem relativ hohen Niveau begrenzt die Verfügbarkeit von günstigem Kapital, was den kurzfristigen Aufwärtsdruck für BTC weiter eindämmt.


