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Bitcoin erobert 60.000 US-Dollar zurück – Schwache US-Daten stützen Kurs

Schwache US-Wirtschaftsdaten lindern die Zinssorgen und verhelfen Bitcoin zu einer Erholung auf 60.000 US-Dollar.

1. Juli 2026 · 16:46 · 2 Min. Lesezeit
Ein steigender Bitcoin-Kurs Chart vor dem Hintergrund von US-Dollar-Symbolen

Bitcoin (BTC) hat am Mittwoch die psychologisch wichtige Marke von 60.000 US-Dollar zurückerobert, nachdem der Kurs zuvor auf ein Tief von unter 58.000 US-Dollar gefallen war. Die rasche Erholung der größten Kryptowährung folgt auf schwächer als erwartet ausgefallene US-Wirtschaftsdaten, welche die Sorgen vor weiteren Zinserhöhungen durch die Federal Reserve lindern.

Schwache US-Daten kühlen Zinssorgen ab

Die jüngsten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt und der Industrie verfehlten die Prognosen der Analysten deutlich. Laut dem privaten Arbeitsmarktdienstleister ADP wurden im Juni lediglich 98.000 neue Stellen geschaffen, was einen Rückgang im Vergleich zum Vormonat darstellt. Gleichzeitig fiel der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, was auf einen nachlassenden Inflationsdruck hindeutet.

Fed-Chef Kevin Warsh ließ in seinen jüngsten Äußerungen offen, ob die US-Notenbank weitere Zinsschritte in den kommenden Monaten plant. Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihen reagierte kaum und verharrte bei 4,15 Prozent.

Rekordabflüsse bei Spot-ETFs und mögliche Bodenbildung

Der aktuelle Kursanstieg unterbricht eine ansonsten sehr schwache Phase für das digitale Gold. Im Juni verzeichneten die US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs laut SoSoValue historische Abflüsse in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar. Trotz der kurzfristigen Erholung liegt der Kurs weiterhin rund 52 Prozent unter seinem letzten Rekordhoch von knapp 126.000 US-Dollar.

Dennoch deuten On-Chain-Daten des Analyseunternehmens Glassnode auf eine fundamentale Verschiebung der Marktstruktur hin. Langfristige Investoren akkumulieren derzeit wieder Einheiten. Zudem werden die Auftragsbücher auf großen Kryptobörsen wie Binance und Coinbase zunehmend von der Käuferseite dominiert, was Analysten als frühe Phase einer Bodenbildung werten.

Stablecoins trotzen der Marktvolatilität

Während der Fear and Greed Index aktuell extreme Marktangst signalisiert, zeigt sich der Zahlungssektor unbeeindruckt. Amram Adar, CEO des Krypto-Dienstleisters Oobit, betont die zunehmende Entkopplung von Stablecoins gegenüber der Volatilität von BTC. Die Nachfrage nach wertstabilen digitalen Währungen für alltägliche, globale Zahlungen wachse in den Kernmärkten kontinuierlich an.

Ob die aktuelle Erholung von Bitcoin nachhaltig ist, dürfte maßgeblich vom anstehenden offiziellen US-Arbeitsmarktbericht abhängen. Ein weiteres Anzeichen für eine abkühlende Wirtschaft könnte den Kurs weiter stützen, während starke Arbeitsmarktdaten erneuten Verkaufsdruck auslösen könnten.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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