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Bitcoin-Boden erreicht? Grayscale warnt vor Fed und CLARITY Act

Ein neuer Grayscale-Bericht analysiert, ob Bitcoin seinen Boden erreicht hat und welche US-Faktoren den Kurs treiben.

29. Juni 2026 · 11:11 · 2 Min. Lesezeit
Bitcoin-Münze auf einem absteigenden roten Kurs-Chart mit dem Logo der US-Notenbank Fed im Hintergrund

Bitcoin ist unter die Marke von 60.000 US-Dollar gefallen, womit sich eine harte Korrektur am Kryptomarkt fortsetzt. Laut einem aktuellen Bericht von Grayscale-Forschungschef Zach Pandl hängt die nächste große Marktbewegung nun maßgeblich von der Geldpolitik der US-Notenbank Fed und dem regulatorischen Fortschritt des CLARITY Acts ab.

Makroökonomie und Zinssorgen belasten den Kurs

Die größte Kryptowährung verzeichnete zuletzt einen erheblichen Rückgang von mehr als 50 Prozent gegenüber ihrem bisherigen Allzeithoch. Dennoch bewertet Analyst Pandl diese Abwärtsbewegung in seiner jüngsten Analyse eher als typischen Marktzyklus und nicht als strukturellen Zusammenbruch.

Ein wesentlicher Treiber für den Abschwung sind veränderte geldpolitische Erwartungen in den Vereinigten Staaten. Steigende Inflationsraten und eine mögliche Neubesetzung der Fed-Spitze lassen die Märkte derzeit Zinserhöhungen anstelle von Zinssenkungen einpreisen.

Gegenwind durch Regulierung und hohe Unternehmensschulden

Neben der straffen Geldpolitik sieht der Bericht drei weitere kurzfristige Belastungsfaktoren für das digitale Gold. Dazu zählen politische Unsicherheiten rund um den CLARITY Act im US-Senat sowie Bedenken über stark gehebelte Bilanzen von Krypto-Unternehmen.

Besonders die Bestände großer institutioneller Halter wie MicroStrategy stehen im Fokus der Beobachter. Der Ökonom Peter Schiff warnte jüngst davor, dass ein potenzieller Verkauf von Bitcoin-Reserven im Wert von drei Milliarden US-Dollar den Markt massiv unter Druck setzen könnte.

Zudem sorgt bei Anlegern die theoretische Bedrohung durch leistungsstarke Quantencomputer für eine unterschwellige Verunsicherung hinsichtlich der zukünftigen Sicherheit digitaler Vermögenswerte.

Zwei Szenarien für die nächste Marktbewegung

Trotz der aktuellen Risiken bleibt der langfristige Ausblick von Grayscale positiv, gestützt durch eine wachsende institutionelle Akzeptanz und den Vormarsch von Stablecoins. Für die kurzfristige Preisentwicklung von BTC skizziert Pandl zwei konkrete Szenarien.

Im Basisszenario verabschiedet der US-Senat den CLARITY Act, überverschuldete Akteure stabilisieren ihre Bilanzen und die Fed verzichtet auf weitere Zinsschritte. Treten diese Katalysatoren ein, dürfte der Tiefpunkt der aktuellen Korrektur bereits in greifbarer Nähe sein.

Das negative Szenario geht hingegen von einem Scheitern des Gesetzesentwurfs und anhaltenden Zinserhöhungen aus. In diesem Fall würde der Kurs moderat weiter fallen. Einen historischen Absturz von 80 Prozent, wie er in vergangenen Bärenmärkten üblich war, schließt Pandl jedoch aufgrund der stabilen institutionellen Nachfrage aus.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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