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Arthur Hayes warnt vor KI-Crash: Bitcoin drohen Kursverluste

Ein drohender Crash bei KI-Aktien könnte den Kryptomarkt kurzfristig belasten, warnt BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes.

9. Juni 2026 · 19:01 · 2 Min. Lesezeit
Porträt von Arthur Hayes vor einem fallenden Aktienchart und einer Bitcoin-Münze

KI-Blase als Gefahr für den Krypto-Sektor

Arthur Hayes, Mitgründer der Kryptobörse BitMEX, warnt in einem aktuellen Aufsatz davor, dass ein drohender Crash bei KI-Aktien den gesamten Kryptomarkt kurzfristig stark belasten könnte. Laut seinem Essay „Reality Test“ hat sein Investmentfonds Maelstrom bereits erste Krypto-Positionen abgebaut.

Trotz der defensiven Haltung hält Hayes weiterhin an Bitcoin und Ethereum als Kernpositionen fest. Er geht davon aus, dass die beiden größten Kryptowährungen langfristig von einer unausweichlichen Reaktion der Zentralbanken profitieren werden.

KI-Sektor absorbiert globale Liquidität

Hayes argumentiert, dass Künstliche Intelligenz die weltweite Dollar-Liquidität in den vergangenen Jahren fast vollständig aufgesaugt hat. Nach seinen Schätzungen gaben KI-Unternehmen seit Ende 2022 rund 1,5 Billionen US-Dollar an Schulden aus.

Dies entspreche exakt dem weltweiten Geldmengenwachstum im selben Zeitraum. Dadurch floss das frische Kapital nicht in den Kryptomarkt, sondern direkt in den Aktienmarkt. Das digitale Gold habe laut dem Experten aufgrund dieses Liquiditätsentzugs „keine Chance“ auf eine eigenständige Rallye gehabt.

Warum ein Aktien-Crash Bitcoin belastet

Platzt die Blase bei den KI-Aktien, erwartet Hayes keine direkte Umschichtung der Gelder in Kryptowährungen. Vielmehr würde ein massiver Kurseinbruch am Aktienmarkt zunächst Banken belasten, Kredite verknappen und spekulatives Kapital vernichten.

In diesem Szenario würden Investoren gezwungenermaßen auch ihre Krypto-Bestände verkaufen müssen, um Verluste an anderer Stelle auszugleichen. Erst wenn die Notenbanken als Reaktion auf die Krise neues Geld drucken, rechnet Hayes mit einer deutlichen Kurserholung für den Kryptomarkt.

Geopolitische Risiken als Auslöser

Als mögliche Katalysatoren für eine Marktkorrektur identifiziert der BitMEX-Mitgründer geopolitische Spannungen und makroökonomische Faktoren. Insbesondere der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie eine Verknappung auf dem Ölmarkt könnten die Inflation wieder anheizen.

Steigende Energiekosten verteuern den Betrieb der rechenintensiven KI-Modelle drastisch. Dies könnte das Ende des aktuellen KI-Hypes einläuten und den Dominoeffekt für den Krypto-Sektor unweigerlich in Gang setzen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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