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Argentinien friert Solana-basierte Krypto-Wallets bei Binance ein

Im LIBRA-Skandal hat ein argentinischer Richter Wallets bei Binance und OKX eingefroren und Nutzerdaten angefordert.

17. Juli 2026 · 17:51 · 2 Min. Lesezeit
Richterhammer neben den Logos von Solana und Binance vor einem digitalen Kurs-Chart

Ein Bundesrichter in Argentinien hat im Rahmen der Ermittlungen zum LIBRA-Skandal Dutzende Krypto-Wallets eingefroren. Zudem wurden große Handelsplätze wie Binance, Bybit und OKX angewiesen, umfassende Kundendaten offenzulegen, um die Geldströme des auf Solana basierenden Tokens nachzuverfolgen.

Krypto-Börsen müssen KYC-Daten offenlegen

Der argentinische Bundesrichter Marcelo Martínez De Giorgi ordnete das Sperren der Konten an. Betroffen sind neben Branchenriesen wie Binance und OKX auch Plattformen wie CoinEx und Bitfinex.

Die Handelsplätze müssen nun vollständige Kundenakten an die Behörden übergeben. Dies umfasst KYC-Dokumente, IP-Verbindungsprotokolle, Transaktionshistorien und verknüpfte Bankkonten.

Die Maßnahme soll verhindern, dass Vermögenswerte vor einer möglichen Beschlagnahmung abgezogen werden. Die Ermittler der argentinischen Bundespolizei stützen sich bei diesem Schritt auf umfangreiche On-Chain-Analysen.

Geldwäsche über das Solana-Netzwerk

Die Ermittler werfen den Hintermännern vor, die Strategie des sogenannten Smurfing angewendet zu haben. Dabei wurden große Beträge in kleine Tranchen gestückelt und täglich auf zahlreiche Wallets bei zentralisierten Börsen verteilt.

Ziel war es, die Herkunft der Gelder zu verschleiern und sie letztendlich in traditionelle Fiat-Währungen umzutauschen. Die fraglichen Gelder stammen aus dem Zusammenbruch des LIBRA-Tokens, einem Krypto-Projekt auf der Solana-Blockchain.

Politische Dimension des Token-Kollapses

Der Fall birgt erhebliche politische Brisanz in dem südamerikanischen Land. Präsident Javier Milei hatte den LIBRA-Token zuvor auf seinen Social-Media-Kanälen beworben, woraufhin der Kurs extrem anstieg, bevor er innerhalb weniger Stunden kollabierte.

Während Tausende Kleinanleger massive Verluste erlitten, sollen Insider in diesem Zeitfenster rund 100 Millionen US-Dollar abgezogen haben. Milei bestreitet die Vorwürfe, für die Promotion der Kryptowährung heimlich bezahlt worden zu sein.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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