Tether: Ex-CIO plant Verkauf seiner Anteile am Stablecoin-Emittenten
Der frühere Tether-CIO Richard Heathcote möchte einen Teil seiner Anteile am größten Stablecoin-Emittenten verkaufen.
Der ehemalige Chief Investment Officer (CIO) von Tether, Richard Heathcote, plant den Verkauf eines Teils seiner Unternehmensanteile. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insiderquellen berichtet, möchte sich der Ex-Manager von einem Teil seiner 1,26-prozentigen Beteiligung trennen.
Heathcote war im März von seiner Position als Investmentchef zurückgetreten. Seitdem ist er in einer beratenden Rolle für den Stablecoin-Herausgeber tätig.
Einblick in die Eigentümerstruktur des USDT-Emittenten
Der geplante Verkauf könnte dem Markt seltene Einblicke in die Eigentümerstruktur des Unternehmens gewähren. Das Krypto-Unternehmen befindet sich vollständig in Privatbesitz und gilt als einer der profitabelsten Akteure der gesamten Branche.
Tether ist der Emittent von USDT, der nach Marktkapitalisierung größten an den Dollar gekoppelten Kryptowährung. Mit einem Umlaufvermögen von rund 184 Milliarden US-Dollar dominiert das Unternehmen aktuell etwa 59 Prozent des gesamten Stablecoin-Marktes.
Keine Pläne für einen Börsengang
Während Heathcote seine Anteile offenbar teilweise veräußern möchte, strebt das Unternehmen selbst keinen Gang an die Börse an. CEO Paolo Ardoino betonte in der Vergangenheit mehrfach, dass ein Initial Public Offering (IPO) für den hochprofitablen Emittenten nicht notwendig sei.
Andere Branchengrößen treiben ihre Börsenpläne hingegen weiter voran. So bereitet die US-Börse Kraken Berichten zufolge ein IPO vor, auch wenn dieses kürzlich aufgrund interner Umstrukturierungen auf das Jahr 2027 verschoben worden sein soll.
Regulatorischer Gegenwind in Europa
Der anvisierte Anteilsverkauf fällt in eine Zeit zunehmender regulatorischer Herausforderungen für den USDT-Herausgeber. Vor allem in der Europäischen Union wächst der Druck durch die neue MiCA-Verordnung.
Da sich das Unternehmen bislang gegen eine vollständige Konformität mit dem EU-Krypto-Rahmenwerk entschieden hat, entfernen immer mehr regulierte Plattformen den Token. Kürzlich kündigte etwa die Neobank Revolut an, die Kryptowährung in Kürze aus ihrem europäischen Angebot zu streichen.


