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Morgan Stanleys Bitcoin-ETF überholt WisdomTree nach nur sechs Tagen

Der neue Bitcoin-ETF von Morgan Stanley verzeichnet nach nur sechs Tagen über 100 Millionen US-Dollar an Nettozuflüssen.

16. April 2026 · 2 Min. Lesezeit
Logo von Morgan Stanley und eine physische Bitcoin-Münze vor einem aufsteigenden Kurschart

Der neue Spot-Bitcoin-ETF von Morgan Stanley hat nach nur sechs Handelstagen die Marke von 100 Millionen US-Dollar an Nettozuflüssen durchbrochen. Damit überholt das erst kürzlich gestartete Finanzprodukt bereits den etablierten Konkurrenten WisdomTree.

Kampf um Marktanteile bei Krypto-Fonds

Der Morgan Stanley Bitcoin Trust (MSBT) sammelte allein am Mittwoch Investorengelder in Höhe von 19,3 Millionen US-Dollar ein. Die gesamten Nettozuflüsse belaufen sich nun auf 103 Millionen US-Dollar.

Laut Daten von Farside Investors lässt das Finanzinstitut damit den WisdomTree Bitcoin Fund (WBTC) hinter sich. Dieser konnte seit seinem Start im Januar 2024 lediglich 86 Millionen US-Dollar kumulieren.

Sollte die Dynamik anhalten, könnte der MSBT bald weitere Fonds wie den Invesco Galaxy oder den Valkyrie Bitcoin ETF in puncto Anlagevolumen übertreffen.

Aggressive Gebührenstruktur lockt Kapital an

Der rasante Aufstieg des neuen Anlageproduktes ist primär auf eine kompetitive Preisgestaltung zurückzuführen.

Mit einer Gebühr von lediglich 0,14 Prozent unterbietet der Wall-Street-Gigant den Grayscale Bitcoin Mini Trust um einen Basispunkt. Diese Strategie macht das Produkt für institutionelle Investoren äußerst attraktiv, die kostengünstig in die größte Kryptowährung investieren möchten.

Der Erfolg der etablierten Akteure wie BlackRock, deren Fonds bereits über 64 Milliarden US-Dollar verwaltet, zieht derweil noch mehr Banken an. So hat jüngst auch Goldman Sachs einen eigenen an BTC gekoppelten ETF bei der US-Börsenaufsicht SEC beantragt.

Analysten warnen vor Marktkonsolidierung

Trotz des enormen Kapitalflusses in das digitale Gold deuten Marktdaten auf eine sinkende Halbwertszeit von börsengehandelten Fonds hin.

Einem Bericht von Bloomberg zufolge fällt die durchschnittliche Lebensdauer von ETFs allgemein kontinuierlich. Demnach sinkt die Spanne von ehemals fast fünf Jahren auf voraussichtlich nur noch 3,5 Jahre.

Der ETF-Experte James Seyffart prognostiziert, dass auch zahlreiche Krypto-Finanzprodukte bis Ende 2027 wieder vom Markt verschwinden könnten. Grund dafür sei eine mittelfristig unzureichende Nachfrage abseits der absoluten Marktführer.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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