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EZB testet digitalen Euro mit 36 Partnern – Revolut grenzt Tether aus

Die EZB nominiert 36 Partner für den Test des digitalen Euro, während private Stablecoins wie USDT unter Druck geraten.

14. Juli 2026 · 11:26 · 2 Min. Lesezeit
Symbolbild des digitalen Euro vor der Flagge der Europäischen Union im Kontrast zu einer Tether USDT Münze

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat 36 Zahlungsdienstleister für die kommende Testphase des digitalen Euro ausgewählt. Der ab 2027 geplante Pilotversuch umfasst Branchengrößen wie Revolut und die Deutsche Bank, während private Stablecoins wie Tether (USDT) auf dem europäischen Markt zunehmend unter regulatorischen Druck geraten.

Vorbereitungen für den CBDC-Piloten laufen an

Die europäische Währungshüterin bringt ihr Projekt einer eigenen digitalen Zentralbankwährung (CBDC) entscheidend voran. Nach Auswertung von über 50 Bewerbungen stehen nun die Teilnehmer für die nächste Praxisphase fest.

Unter den 36 ausgewählten Zahlungsdienstleistern befinden sich sowohl traditionelle Kreditinstitute wie die Deutsche Bank und UniCredit als auch moderne Fintech-Unternehmen. Die 12-monatige Testphase des digitalen Euro soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 offiziell starten.

Fokus auf Italien und internationale Vernetzung

Den größten Anteil der beteiligten Unternehmen stellt Italien mit sieben Vertretern, gefolgt von Deutschland mit fünf Partnern. Auch Unternehmen aus Portugal und Griechenland sind Teil des Programms.

Ein zentrales Ziel der Versuchsreihe ist die grenzüberschreitende Nutzbarkeit. Die ausgewählten Firmen sollen ihre Pilotdienste ganz bewusst auch außerhalb der jeweiligen Heimatmärkte anbieten können, um die Belastbarkeit des Netzwerks zu prüfen.

An dem Projekt sind neben der EZB die nationalen Zentralbanken von 19 Mitgliedsstaaten beteiligt. Die enge Kooperation soll einen reibungslosen Ablauf garantieren.

Digitaler Euro vs. private Stablecoins wie Tether (USDT)

Während die Eurozone die Entwicklung ihrer staatlichen Digitalwährung forciert, spüren private Kryptowährungen die realen Auswirkungen der strengeren europäischen Regulierung.

So hat das am Pilotprojekt prominent beteiligte Fintech Revolut kürzlich seine Krypto-Dienstleistungen für Nutzer in der Europäischen Union angepasst. Im Zuge dieser Neuaufstellung wurde die Unterstützung für Tether (USDT) schrittweise eingestellt.

Diese Entwicklung verdeutlicht den strikteren regulatorischen Rahmen in Europa. Staatlich kontrollierte Initiativen werden systematisch gestärkt, während die Handlungsspielräume für private Dollar-Stablecoins deutlich schrumpfen.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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