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Ethereum: Vitalik Buterin reduziert Einfluss und verkauft weniger ETH

Vitalik Buterin kündigt an, seinen Einfluss innerhalb der Ethereum Foundation bewusst zu verringern.

24. Mai 2026 · 2 Min. Lesezeit
Vitalik Buterin bei einer Präsentation mit dem Ethereum-Logo im Hintergrund

Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin hat eine weitreichende strategische Neuausrichtung der Ethereum Foundation (EF) angekündigt. Dabei wird der Entwickler seinen eigenen Einfluss innerhalb der Organisation nachweislich und bewusst verringern.

Rückzug aus dem Zentrum des Ökosystems

Buterin betonte in einer aktuellen Stellungnahme, dass die Stiftung nicht das absolute Zentrum der Smart-Contract-Plattform sein dürfe. Die EF sei zu keinem Zeitpunkt als ewiger Verwalter des Netzwerks konzipiert worden.

Aktuell wird der Vorstand der Foundation strategisch erweitert. In diesem wachsenden Gremium besitze Buterin nach eigenen Angaben keinerlei Sondervollmachten gegenüber den anderen Mitgliedern.

Der langfristige Plan sehe vor, dass die Stiftung zukünftig als wesentlich kleinere Einheit operiert. Dies soll die Dezentralität des gesamten Netzwerks weiter stärken.

Foundation plant weniger ETH-Verkäufe

Ein weiterer Kernpunkt der Neuausrichtung betrifft das Finanzmanagement der Organisation. Die Ethereum Foundation hält derzeit lediglich rund 0,16 Prozent des gesamten ETH-Angebots.

Diese Rücklagen sind deutlich geringer als die Bestände vieler Stiftungen, die hinter konkurrierenden Layer-1-Blockchains stehen. Um dennoch langfristig nachhaltig agieren zu können, strukturiert die EF ihre Treasury nun grundlegend um.

Der finanzielle Fokus liege künftig auf Langlebigkeit statt auf aggressiver Expansion. Laut Buterin bedeutet diese strategische Entscheidung konkret, dass die Stiftung in Zukunft weniger Ether verkaufen wird.

Sicherheit und Code-Qualität statt TPS-Rennen

Neben den strukturellen Änderungen kritisierte Buterin die aktuelle Besessenheit der Industrie bezüglich maximalem Transaktionsdurchsatz. Eine einseitige Fokussierung auf reine Geschwindigkeit und niedrige Latenzzeiten dürfe nicht auf Kosten der Netzwerksicherheit gehen.

Die zweitgrößte Kryptowährung müsse stattdessen durch fundamentale technologische Stärke überzeugen. Als wichtigste Ziele für die Blockchain nannte der Krypto-Vordenker nachweisbar fehlerfreien Code, verlässlichen Konsens und die Minimierung von Intermediären.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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