BlackRock-ETF verzeichnet 96 Millionen US-Dollar Abfluss – Bitcoin fällt
Der Bitcoin-Kurs fällt unter 63.000 US-Dollar, nachdem der BlackRock-ETF massive Abflüsse in Millionenhöhe verzeichnet.
Abverkäufe beim IBIT-Fonds belasten den Krypto-Markt
Der Spot-ETF von BlackRock hat am 18. Juni signifikante Abflüsse in Höhe von 96,66 Millionen US-Dollar verzeichnet. Daten von SoSoValue belegen, dass die gesamten US-amerikanischen Anlageprodukte auf die größte Kryptowährung netto rund 90,66 Millionen US-Dollar verloren haben.
Dieser Verkaufsdruck drückte den Preis des digitalen Goldes auf rund 62.400 US-Dollar. Auch der breitere Markt folgte dem Abwärtstrend.
Die Smart-Contract-Plattform Ethereum verlor über drei Prozent an Wert. Solana und Ripple verzeichneten sogar noch stärkere Rückgänge von rund 4,5 Prozent.
Analyst warnt vor einem verschärften Bärenmarkt
Tom Lee, Vorsitzender von Fundstrat und BitMine, rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit einem noch schwierigeren Marktumfeld. Gegenüber CNBC nannte er die US-Notenbank Federal Reserve als zentralen Unsicherheitsfaktor.
Laut dem CME FedWatch Tool preist der Markt derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 36 Prozent für eine baldige Zinserhöhung ein. Zusätzlich könnten milliardenschwere Börsengänge von Unternehmen wie OpenAI oder SpaceX wichtige Liquidität aus dem Krypto-Sektor abziehen.
Diese Warnung überrascht, da Lee in der Vergangenheit meist zu den optimistischsten Stimmen der Branche gehörte. Dennoch nutzt sein Unternehmen BitMine die aktuellen Kurse und kaufte kürzlich ETH im Wert von 141 Millionen US-Dollar.
Optionshändler und Miner positionieren sich defensiv
Am Derivatemarkt bereiten sich Händler auf weitere Kursverluste vor. Daten der Börse Deribit zeigen eine hohe Nachfrage nach Put-Optionen mit Ausübungspreisen zwischen 52.000 und 61.500 US-Dollar.
Gleichzeitig spitzt sich die Lage für die Netzwerk-Validatoren zu. Einem aktuellen Bericht von JPMorgan zufolge handelt BTC bereits seit fünf Monaten unter den geschätzten Produktionskosten.
Diese schlechte Wirtschaftlichkeit erhöht den Druck auf die Miner, ihre Bestände zu verkaufen. Solche Verkäufe könnten den Abwärtstrend in den kommenden Wochen weiter befeuern.

