Bitmine erhöht Ethereum-Bestand auf 5,54 Millionen ETH trotz Kursrutsch
Bitmine akkumuliert massiv Ether und baut seinen Bestand aus, während andere Großinvestoren ihre Positionen reduzieren.
Das Krypto-Unternehmen Bitmine hat seinen Ethereum-Bestand signifikant aufgestockt und hält nun 5,54 Millionen ETH. Allein in der vergangenen Woche kaufte die Firma knapp 127.000 Token dazu. Mit dieser Akkumulation nähert sich das Unternehmen seinem strategischen Ziel, rund fünf Prozent der gesamten Umlaufmenge der Kryptowährung zu kontrollieren.
Ausbau der Staking-Infrastruktur stützt Aktienkurs
Ein Großteil des Kapitals wird von dem Unternehmen produktiv genutzt. Aktuell sind mehr als 4,7 Millionen Ether über die firmeneigene Infrastruktur im Staking gebunden. Der traditionelle Finanzmarkt reagierte positiv auf diese aggressive Expansionsstrategie.
Die Bitmine-Aktie verzeichnete am Montag einen Kursanstieg von mehr als sechs Prozent. Dennoch notiert das Wertpapier des Unternehmens, welches eine Marktkapitalisierung von 9,59 Milliarden US-Dollar aufweist, im laufenden Jahr noch immer mit rund 38 Prozent im Minus.
Ethereum-Kurs schwächelt unter Verkaufsdruck
Das Vorgehen von Bitmine steht in scharfem Kontrast zur allgemeinen Marktlage der zweitgrößten Kryptowährung. Der Basiswert hat ein schwieriges Jahr hinter sich und verlor seit Januar massiv an Wert. Der Kurs fiel von über 3.000 US-Dollar auf zuletzt rund 1.685 US-Dollar, was einem Rückgang von mehr als 43 Prozent entspricht.
Diese anhaltende Schwächephase hat andere Großinvestoren zum Handeln bewegt. Die Ethereum Foundation trennte sich in diesem Jahr bereits von 25.000 ETH. Allein im Mai veräußerte die Stiftung über außerbörsliche Geschäfte (OTC) 20.000 Token im Gegenwert von rund 46,8 Millionen US-Dollar.
Layer-2-Netzwerke saugen Wertschöpfung ab
Die schwache Preisentwicklung führt auch bei langjährigen Unterstützern des Netzwerks zu einem Umdenken. David Hoffman, Mitgründer der Krypto-Plattform Bankless, gab im Mai bekannt, seine verbleibenden Ether-Bestände vollständig verkauft zu haben. Die These, dass das Krypto-Asset als digitales Geld fungiere, habe sich laut Hoffman weitgehend überlebt.
Trotz des Verkaufs blickt er weiterhin positiv auf die zugrundeliegende Blockchain-Technologie. Hoffman argumentiert jedoch, dass das zukünftige Wachstum des Ökosystems nicht zwingend im Kurs des Basis-Tokens widergespiegelt werde. Vielmehr würden Layer-2-Netzwerke und andere Protokolle einen signifikanten Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung auf sich vereinen.


