Bitcoin-Kredite: Strike schützt vor Zwangsliquidierung bei Crashs
Strike bietet neue Bitcoin-Kredite an, die Nutzer trotz extremer Marktschwankungen vor Zwangsliquidierungen schützen.
Die Finanzplattform Strike hat einen neuen Bitcoin-besicherten Kredit eingeführt, der Nutzer vollständig vor Zwangsliquidierungen schützt. Das Unternehmen reagiert damit auf starkes Kundenfeedback nach drastischen Kursverlusten in der jüngeren Vergangenheit.
Hohe Zinsen als Preis für die Sicherheit
Der neue Kredit eliminiert sogenannte Margin Calls. Unabhängig davon, wie tief der Kurs der größten Kryptowährung fällt, bleiben die hinterlegten Sicherheiten unangetastet.
Diesen Schutz lassen sich die Anbieter jedoch teuer bezahlen. Laut Strike-CEO Jack Mallers müssen Kunden mit einem effektiven Jahreszins von bis zu 14,2 Prozent rechnen, was knapp drei Prozentpunkte über dem Standardangebot liegt.
Zudem ist die Laufzeit auf sechs Monate begrenzt. Kreditnehmer sind strikt verpflichtet, ihre Raten pünktlich zu zahlen, um eine Liquidation aus anderen vertraglichen Gründen zu vermeiden.
Volatilität bremst den Markt für Krypto-Kredite
Das digitale Gold verzeichnete in der veranschaulichten Periode einen Preisverfall von 54 Prozent, bei dem der Kurs vom Allzeithoch bei 126.080 US-Dollar auf rund 58.190 US-Dollar abstürzte. Diese massiven Schwankungen schrecken viele potenzielle Nutzer von Krediten ab.
Einem aktuellen Bericht der Plattform Ledn zufolge ziehen zwar 88 Prozent der Krypto-Investoren einen besicherten Kredit in Betracht. Letztlich nutzen jedoch nur 14 Prozent der Befragten diese Finanzinstrumente.
Neben Strike buhlen auch Konkurrenten wie Binance, Coinbase, Nexo und die Xapo Bank um diesen Sektor. Um sich abzuheben, nutzt Strike die zusätzlichen Zinseinnahmen des neuen Produkts für Absicherungsgeschäfte am Markt, die das Portfolio gegen extreme Preisbewegungen abschirmen sollen.


