Bitcoin-ETFs verzeichnen 1,5 Milliarden US-Dollar Abfluss in sechs Tagen
Eine sechstägige Verlustserie drückt die Nettozuflüsse der US-Bitcoin-ETFs im Jahr 2026 auf 536 Millionen US-Dollar.
Die US-amerikanischen Bitcoin-ETFs haben eine sechstägige Verlustserie hingelegt und dabei Nettoabflüsse in Höhe von 1,55 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Dadurch sind die gesamten Nettozuflüsse für das Jahr 2026 auf nur noch 536 Millionen US-Dollar geschrumpft.
Institutionelle Anleger reduzieren Positionen
Nettozuflüsse in die Spot-ETFs gelten als wichtiger Indikator für die institutionelle Nachfrage nach der größten Kryptowährung. Aktuelle Daten zeigen jedoch einen Rückzug großer Akteure aus dem Markt.
Der Market Maker Jane Street reduzierte seine ETF-Bestände im ersten Quartal um rund 70 Prozent. Auch die Investmentbank Goldman Sachs verkleinerte ihre Position um 10 Prozent.
BlackRock dominiert, Ethereum schwächelt
Dass der Markt für das digitale Gold in diesem Jahr überhaupt noch im Plus liegt, ist fast ausschließlich dem IBIT-Fonds von BlackRock zu verdanken. Dieser verzeichnete im laufenden Jahr Nettozuflüsse von 2,7 Milliarden US-Dollar.
Dennoch wird das Rekordjahr 2025 mit Zuflüssen von 25 Milliarden US-Dollar voraussichtlich nicht erreicht, während Konkurrenzprodukte Marktanteile verlieren. Auch die US-Spot-ETFs für Ethereum (ETH) verzeichnen im Jahr 2026 bislang unterm Strich Abflüsse.
Morgan Stanley punktet mit niedrigen Gebühren
Ein Lichtblick am Markt ist der Start des Morgan Stanley Bitcoin Trust ETF (MSBT), der am 8. April aufgelegt wurde. Der Fonds konnte bereits 264 Millionen US-Dollar anziehen und überholte damit etablierte Produkte von Invesco und WisdomTree.
Der harte Wettbewerb fordert unterdessen erste Opfer. Der Vermögensverwalter Yorkville America zog kürzlich mehrere geplante Krypto-ETFs für das Unternehmen Truth Social zurück.
Laut Bloomberg-Analyst James Seyffart dürfte die Konkurrenzsituation der Hauptgrund für diesen Rückzieher sein. Insbesondere der neue MSBT übt mit einer sehr niedrigen Gebühr von lediglich 0,14 Prozent enormen Druck auf den Markt aus.


