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Bitcoin-Entwickler prüfen Einfrieren von 5,6 Millionen ruhenden BTC

Bitcoin-Entwickler diskutieren das Einfrieren von 5,6 Millionen ruhenden BTC, um diese vor Quanten-Hacks zu schützen.

26. April 2026 · 2 Min. Lesezeit
Eine physische Bitcoin-Münze auf einem beleuchteten Mainboard als Symbol für Technologie und Quantencomputing

Führende Entwickler diskutieren aktuell einen kontroversen Vorschlag, etwa 5,6 Millionen ruhende Bitcoin einzufrieren. Diese Maßnahme soll alte Wallets vor zukünftigen Angriffen durch Quantencomputer schützen. Kritiker warnen jedoch vor einem massiven Vertrauensverlust und einem historischen Kurssturz.

Quantencomputer bedrohen frühe Wallets

Das Netzwerk debattiert seit Wochen über den Umgang mit potenziellen Sicherheitslücken durch künftige Quantenrechner. Besonders gefährdet sind rund 5,6 Millionen BTC in Wallets, die seit über einem Jahrzehnt inaktiv sind.

Diese alten Adressen verfügen nicht über moderne Sicherheitsupgrades. Der Bitcoin-Core-Entwickler Jameson Lopp hat daher den Vorschlag BIP-361 initiiert. Dieser sieht vor, die gefährdeten Bestände im Wert von etwa 440 Milliarden US-Dollar präventiv zu sperren.

Experten warnen vor Kurseinbruch

Gegner des Vorschlags sehen darin einen Angriff auf die Grundprinzipien der größten Kryptowährung. Samuel Patt, Gründer von Op Net, betont, dass eine Sperrung dem Markt signalisiere, dass der Besitz aller zirkulierenden Coins nur bedingt sicher sei.

Ein solcher Präzedenzfall könnte institutionelle Investoren massiv abschrecken. Laut Patt droht dem digitalen Gold im Falle einer Umsetzung die schlimmste plötzliche Neubewertung seiner Geschichte.

Die Suche nach dem kleinsten Übel

Befürworter halten den Eingriff für ein notwendiges Übel, da die betroffenen Coins ohnehin als verloren gelten. Marktanalyst Jason Fernandes argumentiert, dass ein tatsächlicher Quanten-Hack weitaus verheerendere Folgen für das System hätte als eine präventive Sperrung.

Andere Analysten wie Mati Greenspan lehnen Eingriffe auf Protokollebene kategorisch ab. Er geht davon aus, dass ein Durchbrechen der frühen Wallets durch Quantencomputer eher ein massives Bug-Bounty-Programm auslösen würde, anstatt das Netzwerk dauerhaft zu beschädigen.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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