Märkte live 16:43 MEZ · Aktualisiert

Bitcoin-Abverkauf gefordert: Pantera drängt Satsuma nach 99-Prozent-Crash

Pantera Capital fordert von Satsuma Technology den vollständigen Verkauf der verbleibenden Bitcoin-Rücklagen.

23. April 2026 · 2 Min. Lesezeit
Ein roter Abwärtstrend-Chart mit einer fallenden Bitcoin-Münze im Vordergrund

Die Krypto-Investmentfirma Pantera Capital übt massiven Druck auf das an der Londoner Börse notierte Unternehmen Satsuma Technology aus. Nach einem dramatischen Kursverlust der eigenen Aktie von 99 Prozent fordern Investoren die sofortige Liquidierung der verbleibenden Bitcoin-Bestände. Das dadurch frei werdende Kapital soll direkt an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Pantera Capital verlangt Auflösung der Krypto-Reserven

Satsuma Technology hält derzeit noch rund 646 BTC im Gegenwert von etwa 50 Millionen US-Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen bereits im Dezember 579 Einheiten der größten Kryptowährung veräußert.

Der DAT Opportunity Fund von Pantera, der 6,7 Prozent der Firmenanteile besitzt, dringt nun auf eine vollständige Abwicklung dieser Position. Der Executive Chairman von Satsuma, Ranald McGregor-Smith, bestätigte laut Medienberichten den Eingang der Forderungen nach Kapitalrückflüssen.

Die Geschäftsführung prüfe aktuell verschiedene Handlungsoptionen, um die Interessen aller Anteilseigner in Einklang zu bringen. Weder Satsuma noch Pantera äußerten sich bislang öffentlich zu den laufenden Gesprächen.

Kurssturz und personelle Umbrüche belasten Satsuma

Der Wert der Satsuma-Aktie ist seit dem Höchststand von 14 britischen Pfund im vergangenen Juni auf zuletzt 21 Pence eingebrochen. Damit liegt die Marktkapitalisierung des Unternehmens mittlerweile unter dem Wert seiner eigenen Krypto-Rücklagen.

Noch im August 2025 hatte die Firma 164 Millionen Pfund über eine Wandelanleihe eingenommen, die von Branchengrößen wie Kraken und der Digital Currency Group unterstützt wurde. Ein anschließender Preisverfall des digitalen Goldes von über 126.000 auf zeitweise 60.000 US-Dollar setzte der auf digitale Vermögenswerte ausgerichteten Treasury-Strategie jedoch schwer zu.

Zuletzt verschärften personelle Turbulenzen die interne Krise. So verließ ein Direktor das Unternehmen im Februar, bevor auch CEO Henry Elder im März von seinem Posten zurücktrat.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

Ähnliche Artikel

Bitcoin hält 80.000 US-Dollar: Kupfer-Gold-Ratio deutet auf Rallye hin

Bitcoin-Kurs vor Rallye: Arthur Hayes prognostiziert 126.000 US-Dollar

Bitcoin-Miner MARA verkauft BTC für 1,5 Milliarden Dollar und setzt auf KI