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XRP-Kurs droht ein Rücksetzer von 13 Prozent trotz neuer KI-Initiative

Trotz neuer KI-Initiativen von Ripple deuten technische Signale bei XRP auf einen drohenden Kursrückgang hin.

16. Juli 2026 · 13:56 · 2 Min. Lesezeit
Eine physische XRP-Münze liegt auf einem rot leuchtenden Abwärts-Chart, der einen fallenden Kryptomarkt symbolisiert.

Der XRP-Kurs steht aktuell vor einem potenziellen Rücksetzer von bis zu 13 Prozent, obwohl das Krypto-Unternehmen Ripple kürzlich einen vielversprechenden Vorstoß im Bereich der Künstlichen Intelligenz angekündigt hat. Technische Indikatoren und das Verhalten von Großinvestoren deuten derzeit stark auf eine bevorstehende Korrektur hin.

Schwaches Chartbild: Schulter-Kopf-Schulter-Formation bei XRP

Auf dem 8-Stunden-Chart hat der Ripple-Token eine bärische Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausgebildet. Dieses Muster gilt in der technischen Analyse als klassisches und zuverlässiges Umkehrsignal.

Sollte der Kurs die wichtige Nackenlinie bei 1,06 US-Dollar nach unten durchbrechen, droht ein technischer Abverkauf. Das rechnerische Preisziel läge in diesem Fall bei etwa 0,92 US-Dollar, was einem Verlust von rund 13 Prozent entspricht. Einziger Lichtblick für Anleger ist derzeit das abnehmende Verkaufsvolumen.

Wale setzen auf fallende Kurse trotz KI-Fokus

Dabei gibt es fundamental durchaus positive Nachrichten für die sechstgrößte Kryptowährung. Ripple hat sich der x402-Gruppe der Linux Foundation angeschlossen, um KI-gestützte Zahlungen auf dem XRP-Ledger zu etablieren.

Sogenannte Agentic Payments, bei denen Künstliche Intelligenz selbstständig Transaktionen ausführt, gelten als einer der wichtigsten Zukunftstrends der Branche. Dennoch reagiert der Markt bisher äußerst verhalten auf diese Entwicklung.

Großinvestoren positionieren sich sogar aktiv gegen den Trend. Daten zeigen, dass Wale aktuell deutlich mehr Short-Positionen aufbauen als Kleinanleger. Diese massive Divergenz deutet auf ein erhebliches Misstrauen des großen Kapitals in kurzfristige Kursgewinne hin.

On-Chain-Daten bestätigen den Abwärtstrend

Auch die On-Chain-Daten unterstreichen die aktuelle Schwäche des digitalen Assets. Während Anfang Juli noch täglich bis zu 205 Millionen Coins von den Börsen abgezogen wurden, ist dieser Wert zuletzt auf rund 87 Millionen eingebrochen.

Dieser deutliche Rückgang signalisiert ein schwindendes Kaufinteresse. Die Daten legen nahe, dass Halter die jüngsten Kurserholungen eher für Verkäufe nutzten, anstatt weitere Positionen aufzubauen.

Vorerst verteidigt der Kurs die Marke von 1,10 US-Dollar. Um das negative Setup vollständig zu entkräften, benötigt der Altcoin jedoch zeitnah einen nachhaltigen Schlusskurs oberhalb von 1,13 US-Dollar.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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