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Ripple und Visa stärken x402-Protokoll für KI-Zahlungen mit Stablecoins

Ripple, Visa und Mastercard fördern das x402-Protokoll für automatisierte Stablecoin-Zahlungen durch KI-Agenten.

15. Juli 2026 · 07:16 · 2 Min. Lesezeit
Logo von Ripple neben Logos von Visa und Mastercard auf einem digitalen Hintergrund

Die Linux Foundation hat die x402 Foundation ins Leben gerufen, um internetbasierte Zahlungen zwischen Software-Agenten zu standardisieren. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben Finanzriesen wie Visa und Mastercard auch prominente Krypto-Akteure wie Ripple und die Solana Foundation. Das ursprünglich von Coinbase entwickelte Protokoll ermöglicht automatisierte Mikrotransaktionen via Stablecoins direkt im Browser.

Der HTTP 402-Code feiert sein Comeback

Das x402-Protokoll reaktiviert den seit Jahrzehnten reservierten HTTP-Statuscode 402 („Payment Required“). Ursprünglich für native Web-Zahlungen gedacht, blieb der Code aufgrund hoher Kreditkartengebühren für Kleinstbeträge lange Zeit ungenutzt.

Unter dem neuen Standard können Server bei einer Anfrage direkt einen Preis aufrufen. Der Client bestätigt die Zahlung per Stablecoin-Transfer, überwiegend in USDC, und erhält umgehend die angeforderten Daten.

Dieser Austausch erfordert weder eine vorherige Registrierung noch die Hinterlegung einer Kreditkarte. Die Abwicklung erfolgt in Sekundenschnelle und verbindet Sender und Empfänger direkt miteinander.

KI-Agenten als treibende Kraft für x402

Die Technologie stößt besonders in der Industrie für Künstliche Intelligenz auf enormes Interesse. Autonome Software-Agenten können keine klassischen Bankkonten eröffnen, sind jedoch problemlos in der Lage, Blockchain-Transaktionen zu signieren.

Tech-Giganten wie Google und Cloudflare haben x402 bereits in ihre Entwickler-Tools für KI-Agenten integriert. Der reibungslose Austausch von Mikrozahlungen gilt als essenzieller Baustein für die kommende Maschine-zu-Maschine-Ökonomie.

Wachsendes Transaktionsvolumen im Netzwerk

In den vergangenen 30 Tagen wickelte das Protokoll bereits rund 75 Millionen Transaktionen ab. Dabei wurde ein Volumen von 24 Millionen US-Dollar zwischen 94.000 Käufern und 22.000 Verkäufern bewegt.

Mit einer durchschnittlichen Zahlungshöhe von lediglich 32 Cent beweist das System seine Effizienz. Herkömmliche Zahlungsnetzwerke können derart geringe Summen derzeit nicht profitabel verarbeiten, was dem x402-Protokoll ein klares Alleinstellungsmerkmal verschafft.

Gregor Kaufmann · Redakteur
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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