Franklin Templeton plant neue ETFs: Aktien-Dividenden fließen in Bitcoin
Franklin Templeton hat bei der SEC zwei neuartige ETFs beantragt, die Aktien-Dividenden automatisch in Bitcoin reinvestieren.
Der Vermögensverwalter Franklin Templeton hat bei der US-Börsenaufsicht SEC Anträge für zwei neuartige Krypto-Finanzprodukte eingereicht. Die geplanten Bitcoin-DRIP-ETFs sollen künftig Erträge aus klassischen Aktienportfolios nutzen, um diese direkt in die größte Kryptowährung zu reinvestieren.
So funktioniert die hybride ETF-Strategie
Die Fondsstruktur sieht zum Start eine Allokation von etwa 95 Prozent in US-Aktien und 5 Prozent in Bitcoin-gekoppelten Anlageinstrumenten vor. Anstatt die anfallenden Aktien-Dividenden wie üblich in dieselben Wertpapiere zu stecken, leiten die neuen ETFs diese Ausschüttungen in das digitale Gold um.
Für den Krypto-Anteil plant der Emittent den Einsatz verschiedener Werkzeuge, darunter besicherte Spot-ETFs, Futures oder Optionen. Dieser Ansatz richtet sich gezielt an traditionelle Anleger, die ein schrittweises Krypto-Exposure aufbauen möchten, ohne manuelle Käufe tätigen zu müssen.
Strikte Obergrenzen für das Bitcoin-Portfolio
Um die Volatilität der ältesten Kryptowährung auszugleichen, hat Franklin Templeton klare Leitplanken in den SEC-Antrag integriert. Sobald die Krypto-Gewichtung die Marke von 5 Prozent überschreitet, wird das Portfolio quartalsweise auf 4,5 Prozent rebalanciert.
Zusätzlich greift eine harte Obergrenze, die das Risiko für Investoren weiter minimieren soll. Diese Regelung verhindert strikt, dass der BTC-Anteil zwischen den Anpassungsphasen auf über 20 Prozent des Gesamtportfolios anwächst.
Nächster Schritt der Krypto-Adoption an der Wall Street
Aktuell handelt es sich bei den Anträgen lediglich um Vorprüfungen, echte Anlageprodukte sind noch nicht live. Ein voraussichtliches Startdatum für die ETFs wird frühestens für September 2026 anvisiert.
Der Vorstoß unterstreicht jedoch einen wichtigen Trend am Finanzmarkt. Nach der erfolgreichen Einführung reiner Spot-Produkte arbeiten große Wall-Street-Akteure nun intensiv an integrierten Modellportfolios, die BTC tiefer in der klassischen Vermögensverwaltung verankern.


