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XRP-Kurs bricht um 50 % ein – Ripples neuer Stablecoin als Ursache

Der XRP-Kurs ist stark gefallen, während die Netzwerkaktivität durch den Ripple-Stablecoin RLUSD neue Rekorde erreicht.

24. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Sinkender XRP-Kurs-Chart vor dem Ripple-Logo und einer Dollarmünze

Der XRP-Kurs ist im vergangenen Jahr um 50 Prozent gefallen, obwohl das zugrunde liegende Netzwerk Rekordaktivitäten verzeichnet. Verantwortlich für diese Entwicklung ist offenbar Ripples hauseigener Stablecoin RLUSD. Dieser zieht zwar massiv Kapital an, generiert jedoch keine direkte Nachfrage für den nativen Token.

Diskrepanz zwischen On-Chain-Aktivität und XRP-Kurs

Historisch betrachtet bewegten sich die Nutzung des Netzwerks und die Preisentwicklung weitgehend im Einklang. Die Aktivität auf der dezentralen Börse (DEX) wies in der Vergangenheit eine starke positive Korrelation zum Kurs auf.

Dieses Muster ist nun durchbrochen. Die in Automated Market Makern (AMM) gebundene Liquidität zeigt kaum noch eine Verbindung zum Wert der Kryptowährung. Zuletzt bewegte sie sich sogar in die entgegengesetzte Richtung.

TVL verdreifacht sich trotz Kursverlusten

Während der digitale Vermögenswert in den letzten Monaten stetig an Wert verlor und auf den tiefsten Stand seit einem Jahr abrutschte, entwickelten sich die Liquiditätspools völlig gegensätzlich. Der Total Value Locked (TVL) aller AMM-Pools hat sich im gleichen Zeitraum mehr als verdreifacht.

Auch das tägliche Handelsvolumen auf der On-Chain-Börse stieg massiv an und ignorierte den fallenden Preis. Dieses stetige Wachstum ist kein Zufall, sondern lässt sich auf einen konkreten Vermögenswert zurückführen.

Stablecoin RLUSD dominiert die Ripple-Pools

Der an den US-Dollar gekoppelte Token RLUSD bildet mittlerweile den zweitgrößten AMM-Pool im gesamten Ökosystem. Das Gesamtangebot beläuft sich auf rund 785 Millionen US-Dollar, verteilt auf knapp 45.500 Halter.

Bemerkenswert ist die Art der Verteilung. Obwohl das Angebot innerhalb eines Monats um fast 30 Prozent anstieg, wuchs die Zahl der Wallets im selben Zeitraum um weniger als ein Prozent.

Das frische Kapital fließt demnach vor allem an bestehende Adressen und schafft tiefe Liquiditätspools. Dies bietet Händlern zwar einen stabilen Weg für den Ein- und Ausstieg, treibt den Preis der zugrunde liegenden Blockchain-Währung jedoch nicht nach oben.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

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