Krypto-Aktien brechen ein: Coinbase und Circle leiden unter Bitcoin-Schwäche
Coinbase und Circle verzeichnen massivere Aktienverluste als Big Tech, während Bitcoin unter 60.000 US-Dollar fällt.
Die Aktien von Krypto-Unternehmen wie Coinbase und Circle verzeichnen aktuell deutlich stärkere Verluste als klassische Tech-Giganten. Dieser Abwärtstrend wird durch eine Schwächephase am Markt für digitale Vermögenswerte angetrieben, bei der Bitcoin jüngst die Marke von 60.000 US-Dollar unterschritt.
Krypto-Aktien im Schatten von Big Tech
Ein branchenweiter Ausverkauf im Technologiesektor trifft Krypto-Unternehmen besonders hart. Die Aktien von Coinbase und Circle sind von ihren Allzeithochs um 69 beziehungsweise 72 Prozent eingebrochen.
Laut Daten von The Kobeissi Letter übertreffen diese Verluste die Rückgänge großer Tech-Konzerne wie Oracle, Netflix oder Palantir deutlich. Zum Vergleich: Der breite S&P 500 Index hat von seinem jüngsten Hoch lediglich 3,5 Prozent nachgegeben.
Die schwache Performance der Krypto-Titel spiegelt die anhaltende Unsicherheit rund um die fehlende Marktstruktur-Gesetzgebung in den USA wider. Zudem belasten schwache Quartalszahlen die Stimmung. Coinbase meldete für das erste Quartal einen Umsatzrückgang von 21 Prozent und verfehlte die Gewinnerwartungen der Wall Street drastisch.
Schwacher Bitcoin zieht den Markt nach unten
Die negative Stimmung im Krypto-Aktiensektor korreliert stark mit der Preisentwicklung der zugrunde liegenden Vermögenswerte. Das digitale Gold ist in dieser Woche unter die psychologisch wichtige Marke von 60.000 US-Dollar gefallen.
Auch die zweitgrößte Kryptowährung blieb von dem Verkaufsdruck nicht verschont. Ether rutschte zuletzt auf ein Niveau von rund 1.500 US-Dollar ab, was einem starken Rückgang gegenüber den Vorjahreshochs entspricht.
Vier-Jahres-Zyklus bleibt intakt
Die anhaltende Marktschwäche hat die Analysten von 21Shares dazu veranlasst, ihre Prognosen für das Jahr 2026 nach unten zu korrigieren. Zwar nehme die institutionelle Adaption in Bereichen wie Stablecoins und Tokenisierung weiter zu, die Preise hinkten den Fundamentaldaten jedoch hinterher.
In ihrem Halbjahresausblick betonen die Experten, dass der traditionelle Vier-Jahres-Zyklus von BTC weiterhin die treibende Kraft im Markt bleibt. Das wachsende institutionelle Interesse habe die Kursrücksetzer zwar abgefedert, das zyklische Verhalten der Kryptowährung aber nicht grundlegend verändert.


