Bull Bitcoin sichert sich MiCA-Lizenz in Frankreich für Krypto-Handel
Die Börse Bull Bitcoin erwirbt in Frankreich eine MiCA-Lizenz und sichert sich damit den regulierten europäischen Markt.
Die kanadische Non-Custodial-Börse Bull Bitcoin hat in Frankreich erfolgreich eine MiCA-Lizenz erworben. Gründer Francis Pouliot verkündete den Abschluss des dreijährigen Prozesses, der die Bereitstellung von Bitcoin-Diensten in der gesamten Europäischen Union rechtlich absichert.
Volle Kontrolle und Privatsphäre bleiben erhalten
Der Erhalt der europäischen Lizenz erfolgte ohne Kompromisse bei den Kernwerten des Unternehmens. Nutzer behalten weiterhin die volle Selbstverwahrung ihrer Vermögenswerte, da die Plattform als reine Vermittlungsinstanz agiert.
Laut Pouliot werden keine zusätzlichen Einschränkungen für Kunden aus der EU eingeführt. Das Cypherpunk-Ethos, bei dem die digitale Währung nach dem Kauf direkt in die Wallets der Nutzer transferiert wird, bleibt vollständig intakt.
Erfolgreiche IT-Prüfungen ohne externe Dienstleister
Ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zur Zulassung war das Bestehen der strengen PASSI- und DORA-Cybersicherheitsaudits. Das Unternehmen entschied sich bewusst dagegen, seine Kerninfrastruktur an externe Hosting-Anbieter auszulagern.
Obwohl Cloud-Dienste von Drittanbietern kostengünstiger gewesen wären, finanzierte das Team den gesamten Audit-Prozess aus eigenen Mitteln. Damit behält der Handelsplatz die absolute Souveränität über seine technischen Systeme.
Expansion des Ökosystems in Europa
Das 2013 in Montreal gegründete Unternehmen bietet neben dem direkten BTC-Kauf auch Zahlungsdienste für reguläre Rechnungen an. Zudem unterstützt die Plattform Privacy-Tools wie Payjoin sowie Skalierungslösungen wie das Lightning Network und Liquid.
Mit der im Herbst 2025 eingeführten BULL Wallet verfügt der Anbieter zudem über eine globale, quelloffene App-Lösung. Die tiefe Integration zwischen der mobilen Anwendung und der Börse wird unter dem neuen EU-Rechtsrahmen nahtlos fortgeführt.


