Märkte live 13:25 MEZ · Aktualisiert

BTCTOP-CEO: MicroStrategy wird keine großen Bitcoin-Mengen verkaufen

Der BTCTOP-CEO schließt massive Bitcoin-Verkäufe durch MicroStrategy selbst bei einem drastischen Kursrückgang aus.

9. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Ein Bitcoin-Logo neben dem Firmennamen von MicroStrategy auf einem digitalen Hintergrund

Der CEO des Mining-Unternehmens BTCTOP, Jiang Zhuoer, hat Bedenken über einen massiven Bitcoin-Abverkauf durch MicroStrategy zerstreut. Selbst bei einem drastischen Kursrückgang bleibe das Risiko für die Bilanz des Softwareherstellers überschaubar. Der Branchenexperte äußerte sich dazu detailliert in einem aktuellen Beitrag auf der Plattform X.

Gezielte Gewinnmitnahmen statt Panikverkauf

Im Zentrum der aktuellen Marktsorgen steht die Befürchtung, dass das Unternehmen gezwungen sein könnte, seine Bestände bei fallenden Kursen zu liquidieren. Jiang Zhuoer betonte jedoch den wichtigen Unterschied zwischen punktuellen Verkäufen und einer grundsätzlichen Abkehr von der Akkumulationsstrategie.

MicroStrategy könnte durchaus kleinere Mengen an älteren, günstig erworbenen Coins veräußern. Diese Maßnahme diene jedoch ausschließlich dazu, buchhalterische Gewinne auszuweisen und Zinszahlungen für bestehende Verbindlichkeiten zu decken.

Dadurch beweist das Unternehmen traditionellen Investoren die Tragfähigkeit seines Modells. Es vermeidet zudem den Eindruck, neue Kredite lediglich zur Bedienung alter Schulden aufzunehmen.

Langfristige Strategie für das digitale Gold bleibt intakt

Die mathematische Grundlage der Unternehmensstrategie geht von einem jährlichen Wertzuwachs der größten Kryptowährung von rund 30 Prozent aus. Dem stehen Finanzierungskosten von etwa zehn Prozent gegenüber, was ausreichend Spielraum für den Schuldendienst lässt.

Sobald Gewinne aus Teilverkäufen die laufenden Kosten decken, kann frisches Kapital direkt in weitere BTC-Käufe fließen. Solange das Volumen dieser Neukäufe die veräußerten Mengen übersteigt, bleibt MicroStrategy unterm Strich ein Nettokäufer.

Ein drohender Crash auf 30.000 US-Dollar würde dieses Fundament laut der Analyse des Mining-Experten nicht ins Wanken bringen. Die langfristige Positionierung des Unternehmens im Krypto-Sektor bleibt somit unangetastet.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

Ähnliche Artikel

Bitcoin verliert Retail-Investoren an KI – Bernstein sieht 150.000 US-Dollar

JPMorgan: Bitcoin-Zyklus hängt von MicroStrategy und CLARITY Act ab

Bitcoin rutscht auf 63.000 US-Dollar trotz massiver ETF-Akkumulation