Märkte live 03:36 MEZ · Aktualisiert

Ripple-Börsengang: SBI-Chef prognostiziert Milliarden-IPO für 2038

SBI Holdings plant ein massives Milliarden-Investment, sobald die XRP-Muttergesellschaft Ripple an die Börse geht.

6. Juni 2026 · 2 Min. Lesezeit
Ripple-Logo neben dem Schriftzug IPO auf einem digitalen Finanz-Chart

Ein potenzieller Börsengang von Ripple rückt erneut in den Fokus, nachdem der japanische Finanzpartner SBI Holdings eine konkrete Zeitachse skizziert hat. CEO Yoshitaka Kitao erklärte auf einer Konferenz in Tokio, dass er ein IPO des Krypto-Unternehmens in etwa zwölf Jahren erwarte. Bei einem Börsengang plant der langjährige Investor eine Kapitalspritze von bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar.

Milliarden-Investment für das Ripple-IPO

Die Spekulationen um einen öffentlichen Handel der XRP-Muttergesellschaft halten sich in der Branche seit Jahren hartnäckig. Kitao betonte in seiner Rede, dass Ripple den Schritt an die Börse langfristig zwingend vollziehen müsse.

Sobald das Unternehmen diesen Weg einschlägt, will SBI Holdings zwischen 626 Millionen und 1,25 Milliarden US-Dollar investieren. Die von Kitao skizzierte Zeitspanne von zwölf Jahren verschiebt ein mögliches Initial Public Offering (IPO) jedoch voraussichtlich auf das Jahr 2038.

Starke Bindung zwischen SBI und Ripple

Die Aussagen des SBI-Chefs haben besonderes Gewicht auf dem Krypto-Markt. Das japanische Finanzkonglomerat zählt zu den wichtigsten und beständigsten Unterstützern der Zahlungsplattform.

Bereits seit 2016 arbeiten beide Firmen eng zusammen, was unter anderem zur Gründung des Joint Ventures SBI Ripple Asia führte. Zudem hält SBI rund neun Prozent der Unternehmensanteile und gehört damit zu den größten externen Aktionären des Blockchain-Entwicklers.

Management dämpft kurzfristige Erwartungen

Trotz der ambitionierten Pläne des japanischen Partners zeigt sich die Führungsetage bezüglich eines Börsengangs weiterhin zurückhaltend. Nach der langjährigen Auseinandersetzung mit der US-Börsenaufsicht SEC fokussiert sich das Unternehmen derzeit primär auf den Ausbau der eigenen Stablecoin-Infrastruktur und die Tokenisierung realer Vermögenswerte.

CEO Brad Garlinghouse wies entsprechende IPO-Gerüchte zuletzt entschieden zurück. Auch Präsidentin Monica Long bekräftigte, dass die starke Bilanz ausreichenden Spielraum für die weitere Expansion biete, ohne zwingend auf öffentliches Kapital angewiesen zu sein.

Gregor Kaufmann · Redakteur·in
Bei dcc.finance seit 2024

Reporter bei dcc.finance.

Veröffentlicht in

Ähnliche Artikel

XRP-Treasury Evernorth strebt durch Milliarden-Fusion an die Nasdaq

CLARITY Act erreicht US-Senat: Neues Gesetz stärkt Ripple (XRP)

XRP-Futures an der CME erzielen 63 Milliarden Dollar Volumen im ersten Jahr